Ergotherapie im Alltag: Schüler:innen in Bückeburg stellen Projektarbeiten vor
In der Schule, in der Praxis oder in Senioreneinrichtungen: Erneut arbeiteten die Bückeburger Ergotherapie-Schüler:innen aus dem 2. Ausbildungsjahr mit kooperierenden Einrichtungen an Projekten, in denen unterstützende Maßnahmen aus der Ergotherapie thematisiert wurden. In kleinen Gruppen gingen die Schüler:innen dafür mehrfach in die Einrichtung, um ihre theoretischen Kenntnisse in der Praxis auszuprobieren. Nun wurden die sieben Projekte den Praxisanleitungen, Mitschüler:innen und allen Interessierten vorgestellt.
Neben Bildern von den durchgeführten Einheiten und Materialien zur Demonstration hatte jede Gruppe ein Merkblatt mit den wichtigsten Inhalten vorbereitet. Bewertet wurden auch eine schriftliche Ausarbeitung und die Präsentation des Themas. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Zwei Themen wurden sogar von jeweils zwei Gruppen bearbeitet – mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen und Abläufen.
So beschäftigten sich zwei Gruppen mit dem Resilienzaufbau von Kindern. Resilienz meint die Fähigkeit, sich trotz Belastungen psychisch zu stabilisieren und die Bedingungen positiv entwickeln zu können. Es wurde jeweils mit Grundschulkindern kreativ gearbeitet. Im Kern ging es darum, dass die Kinder ihre eigenen Stärken und positiven Eigenschaften kennenlernen und sich im Notfall an diese erinnern können. Die eine Gruppe schaffte dies mithilfe eines Krafttieres, dass die Kinder an ihre Stärken erinnern sollte. Die andere Gruppe gestaltete mit den Kindern kleine Schatzkisten, in denen sie ihre Stärken verwahren konnten.
Zur Sturzprophylaxe, Gangschulung und Verbesserung der Wahrnehmung an den Füßen, bauten zwei Gruppen mobile Sensorikmatten. Insbesondere bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder nach Schlaganfällen können das Gleichgewicht, die Koordination beim Laufen oder das Gefühl in den Füßen eingeschränkt sein. Deshalb wurden die einzelnen Teile der Matte mit verschiedenen Materialien wie Filz, kleinen Perlen, Schwämmen oder Steinen bestückt, um den Reiz in den Füßen zu fördern. Zudem hat die Matte einen starken Alltagsbezug, um den sicheren Gang über Teppich, Steinfußboden, in Socken oder barfuß zu stärken.
Weitere Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema Erinnerungs- und Gedächtnisförderung bei Älteren. Sie planten mit an Demenz erkrankten Bewohner:innen eines Seniorenheims beispielsweise ein Erntedankfest oder gestalteten Collagen und ein Memory, um die Sinne zu fördern, Erinnerungen zu wecken und letztendlich das emotionale Wohlbefinden zu stärken.
Übrigens: Auch Schüler:innen aus dem ersten Ausbildungsjahr waren dabei. Sie hatten sich theoretisch und praktisch mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten beschäftigt und Anschauungsmaterialien vorbereitet.
Interessiert an der Ausbildung? Informationen erhalten Interessierte beim nächsten Tag der offenen Tür am Freitag, 6. November, von 14 – 17 Uhr an den Bernd-Blindow-Schulen in Bückeburg. Außerdem kann jederzeit ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden. Weitere Informationen: www.blindow.de.
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